Die Jahre im Exil...

  • Gavik schlenderte durch die Vormittags-Hitze von Tatooine. Die Sonne hatte noch nicht einmal ihren Höchststand erreicht, trotzdem war es in Anchorhead schon unerträglich warm. Gavik trug immernoch seine Hose und das Hemd, aber die Jacke hatte er in Throx Werkstatt zurückgelassen. Nun strahlte die Sonne brennend auf seine Haut. Der Macht sei dank war es nicht mehr weit bis zum Raumhafen. Gavik trat in den Schatten eines nahem Gebäudes und blieb kurz stehen. Obwohl es hier nur ein wenig kühler war, als in der Sonne, tat ihm die mildere Temperatur angenehm gut. Ich weiß echt nicht, ob wir es schaffen hier runter zu kommen..., dachte Gavik und seufzte, ...Podrennen sind ein ziemlich riskantes Unterfangen... Ach was, ich sollte aufhören mich selbst zu bemitleiden! Entschlossen machte er sich wieder auf den Weg zum Raumhafen. Nach wenigen Minuten kam der Gebäudekomplex mit seinen vielen Buchten in Sicht. Gavik betrat den Hafen und schritt zum Tor seiner Hangarbucht. Er gab den Zugangscode ein und langsam schoben sich die Torhälften zu Seite. Licht fiel durch den immer größer werdenden Spalt. Gavik trat hindurch und erblickte seinen Delta-7. Er machte ein paar Schritte auf ihn zu. Plötzlich blieb abrupt stehen, als sein Blick auf etwas metallenes in der Nähe des Kistenstapels erblickte, hinter dem sich Laura versteckt hatte. Langsam ging er zu dem reflektierenden Etwas und nahm es in die Hand. Es war eine Vibroklinge, etwas angerostet, aber funktionsfähig. Ob sie Laura gehört?, fragte sich Gavik und schob die Klinge in eine seiner Gürtelschlaufen. Er widmete sich wieder seiner Aufgabe und trat zum Ersatzteilcontainer. Gavik öffnete die schwere Metallkiste und begutachtete ihren Inhalt. Einige teile konnten sich durchaus als nützlich erweisen, andere waren für den Podrenner überflüssig. Also verstaute Gavik die brauchbaren Komponenten in seinem Rucksack und machte sich auf den Rückweg zu Throx Werkstatt. Ich freue mich auf dieses... Doch, ich glaube das wird lustig..., dachte Gavik und verließ grinsend den Raumhafen...

  • Throx sah Gavik hinterher, bis er aus seinem Sichtfeld verschwand. Dieser wollte schon die passenden Teile holen, damit Throx anfangen konnte zu schrauben und den Pod zu modifizieren. Hoffentlich geht alles gut... Mir fallen schon wieder unzählige Dinge ein, die ihm passieren könnten. Da musste er un willkürlich lächeln, da ihm wieder einfiel was Gavik war. Als Jedi würde ihm schon nichts passieren. So drehte er sich um und machte sich daran den Pod, den er schon lange nicht mehr betrachtet hatte, vom Staub der Jahre zu befreien. Er sah vor seiem inneren Auge noch, wie Gavik sich seine Liste anschaute, und nach wenigen Augenblicken die einzelnen Teile, die verwendbar wären im Kopf hatte. Tan stand immer noch in seiner Garage, doch ignorierte er ihn weiter. Er war immer noch nicht gut auf ihn zu sprechen. Er nahm jetzt den Wischlappen, den er aus einer Tasche an seiner Hose hatte, und widmete sich dem goldenen Schriftzu auf der Seite des Pods. Er war momentan ziemlich matt, doch als er mehrmals darüber wischte, blendete die Reflexion ihn kurz. Nun ist er wieder sauber! Er ist wirklich nur noch ein Schatten gewesen, doch jetzt erstrahlt er wieder. Und das sogar im übertragendem Sinne. Stolz machte sich in Throxs Brust breit und er beschätigte sich nun mit dem teilweisen Abbau der Ummantelung, um gleich anfangen zu können wenn Gavik wieder da wär. Die Sonne brannte, doch schon seit etlichen Jahren störte ihn das nicht. Als die Ummantelung ab war, ging er zur Tür seiner Werkstatt und schaute nach rechts und links, doch sah er Gavik immer noch nicht. Er ging zurück und wartete an dem Tisch, auf dem immer noch der Teller mit den Früchten stand. Er nahm sich eine und biss rein...

  • Anchorhead war um diese Tageszeit wirklich unspektakulär, das musste Gavik zugeben. Einige wenige Personen schlenderten durch die Schatten, doch die meisten Wesen befanden sich in ihren Behausungen und suchten Schutz vor der sengenden Mittagshitze. Gavik schaute auf sein Chrono. Nach den Angaben müsste die Sonne bald ihren Höchststand erreicht haben. Er sollte vorher wieder bei Throx sein. Der junge Jedi bog in eine geschütztere Seitengasse ab und beschleunigte seine Schritte. Der Rucksack mit den Ersatzteilen lastete schwer auf seinen Schultern, doch dank der Macht konnte er sein Tempo halten. Er wollte gerade wieder auf einen Hauptweg von Anchorhead abbiegen, als er plötzlich aufgeregte Stimmen vernahm. "Dem Boss gefällt es nicht, dass du ihn so lange auf sein Geld warten lässt!" "Bitte, gebt mir noch eine Woche! Eine Woche! Ihr Boss wird sein Geld bekommen!" Gavik wurde langsamer und suchte nach der Quelle des Gesprächs. "Eine Woche? Willst du mich verarschen? Das hast du bereits vor einem Monat gesagt!" "Fierfek! Das wird ein schlimmes Ende nehmen, wenn ich nicht eingreife!", fluchte Gavik und streckte seine Machtsinne aus. In einer kleinen, verwinkelten Parallelgasse konnte er die Präsenzen von zwei Personen wahrnehmen, die eine eindeutig verängstigt, die andere gewaltbereit und zornig. "Aber hey, kein Grund mich aufzuregen! Das Kopfgeld, was jetzt auf dich ausgesetzt ist reicht locker, um deine Schulden zu begleichen... Und vielleicht bleibt sogar noch etwas für mich übrig!" "Nein, bitte, habt Gnade!" Gavik rannte los, schlitterte um die Ecke der Gasse und blieb an der nächsten Abzweigung stehen. "Halt!", rief er. "Was haben wir denn da? Einen Jungen, der den Helden spielen möchte! Weißt du was? Vergiss es kleiner! Verschwinde von hier, bevor ich sauer werde!" Der Mann, der die Worte ausgesprochen hatte war riesig und muskelbepackt, wirkte aber wenig intelligent oder geschickt. In seiner Hand hielt er eine schwere Blasterpistole, welche er auf einen älteren Mann gerichtet hielt. "Ich werde es nicht zulassen, dass ihr ihm etwas antut!" "Wie süß! Aber jetzt bin ich sauer, Junge! Der Boss mag weder Zeugen noch einen nicht ausgeführten Auftrag. Deshalb werde ich dich wohl oder übel auch umlegen! Um dich...", sagte er zu dem Alten und verpasste ihm einen Tritt in die Magengrube, dass dieser zusammengekrümmt zu Boden ging, "...kümmere ich mich danach!" Der Riese richtete den Blaster auf Gavik und feuerte. Dieser schaffte es, die tödlichen Strahlen im letzten Moment mit seinem Lichtschwert abzublocken. "Ein Jedi?!?", rief der verwunderte Koloss und begann zu lachen, "Dann bekomme ich vielleicht noch etwas Geld für deine Leiche!" Er zog ein Vibromesser und stürzte sich auf Gavik. Es war schwer, die wütenden Attacken des Mannes zu parieren, doch konnte Gavik ihn in Schach halten. Bis ein plötzlicher Faustschlag ins Gemächt den jungen Jedi erzittern ließen. Nur durch die Macht konnte er sich noch auf den Beinen halten. Doch der Riese war bereits hinter ihm und setzte zum Stich in seine Rücken an... als plötzlich ein metallenes Klonk ertönte, als die Klinge auf die mandalorianische Rüstung traf. Gavik nutzte die Verwirrtheit seines Gegners um herumzuwirbeln... und erstarrte, als er die entsetzten Augen seines Kontrahenten sah. Das bronzefarbene Lichtschwert hatte sich in seinen Bauch gebohrt. Gavik deaktivierte die Klinge. Ungläubig starrte der Koloss auf den jungen Jedi, ehe er zusammenbrach und seine Augen trüb wurden...


    "Ich danke ihnen, junger Mann!" Gavik drehte sich um. Der alte hatte sich halb erhoben, einen Arm an den Leib gepresst wo ihn der Tritt getroffen hatte. "Ohne sie wäre ich jetzt wahrscheinlich tot!" "Ich wollte ihn nicht töten..." "Es war richtig, dieser Bastard hatte es verdient! Schade, dass nur er hier war, sonst hätten sie die anderen Schweine auch gleich erledigen können! Leider habe ich nichts, womit ich sie entlohnen könnte..." "Ich benötige keine Belohnung von ihnen, ich möchte sie auch gar nicht.", Gavik sah ihn finster an, "Sie sind selbst nicht besser als dieser Mann! Sie wollten sich ihrer Pflicht entziehen, seinem Boss das Geld zurückzugeben! Und jetzt komme ich des Weges daher, rette sie vor dem sicheren Tod und sie denken wenige Sekunden danach wieder daran, dass es ja leider nur einer der Schläger war, der gestorben ist? Gehen sie, verschwinden sie so schnell sie können... Ich will sie nicht mehr sehen!" Im Gesicht des Alten zeigte sich eine Spur von Furcht und sein Blick fiel auf das Lichtschwert, dann auf den Toten. Ohne ein weiteres Wort zu sagen drehte er sich um und hastete die Gasse hinunter. Gavik schritt zurück zur Leiche des Kolosses und sah auf ihn hinab. "Nur eine weitere Marionette im Schachspiel der Einflussreichen...", flüsterte er und wollte sich gerade umdrehen, als ihm die schwere Blasterpistole ins Auge fiel. Wenn ich die hier liegen lasse und der nächste Kleinkriminelle sie findet, wird es sicherlich nochmehr Tode geben..., dachte Gavik, ...außerdem habe ich meine Pistole eh beim Kampf gegen Reven Dex verloren... Ein wenig widerwillig hob er die Waffe auf und verstaute sie unter der Jacke. Gavik sah auf sein Chrono. "Fierfek, ich sollte Throx und Tan nicht solange warten lassen!", fluchte Gavik und rannte die nächste größere Straße hinunter. Nach wenigen Minuten kam der kleine Platz in Sicht, an dem Throx Werkstatt lag. Gavik verlangsamte seine Schritte und überquerte die kreisförmige Fläche aus befestigtem Sand. An der Werkstatt angelangt klopfte er an die Tür und trat ein...

  • Throx legte mittlerweile den Rest der vierten Frucht zur Seite, als es klopfte und eine Gestalt durch die Tür trat. Vor Schreck wär er beinahe vom Stuhl gefallen: So finster hatte Gaviks Gesicht noch nie ausgesehen, jedenfalls solange, wie er ihn kannte. Hey, ist das etwa meine Blast-, schon gut.Dachte du hättest sie erwischt... Gavik ging an ihm vorbei und Throx stand auf. Irgendwas musste passiert sein. Beim Eintritt in die Garage sah Throx Tan in der Ecke stehen und auch seine Laune senkte sich rapide. Noch bevor Throx sich zur Ersten Metallplatte runterbeugte fragte er Gavik: Sag mal, warum hast du so lange gebraucht?...

  • Gavik sah den Gen'Dai missmutig an. "Ich... ich möchte nicht unbedingt darüber reden, OK? Sagen wir... ein Krimineller hatte eine unschöne Begegnung mit meinem Lichtschwert..." Throx Augen weiteten sich ein Stück. Gavik gab sich einen Ruck. "Es ist nicht so, wie es sich anhört... Ich wollte ihn nicht töten, er hat einen alten Mann bedroht und es kam zu einer Auseinandersetzung..." Der junge Jedi nahm den Rucksack mit den Ersatzteilen vom Rücken. "Hier... Ich hab alles mitgebracht... Mal sehen, was wir gebrauchen können..." Die beiden begannen damit, die Einzelteile von Gaviks Delta-7-Aethersprite genauer unter die Lupe zu nehmen. Schnell waren die Maschinenkomponenten in "sinnvoll" und "nicht sinnvoll" eingeteilt, und Throx begann etwas auf seinen Plan zu kritzeln. Währenddessen schritt Gavik zu Tan hinüber, welcher noch immer mit verschränkten Armen grimmig in der Ecke der Garage stand und die Augen geschlossen hatte. "Hey!", sagte Gavik und knuffte dem Nautolaner gegen den Arm, worauf dieser ihn verärgert ansah. "Zieh nicht so ein Gesicht! Komm schon, hilf uns lieber bei den Aufrüstungsarbeiten... Wir haben noch ein bisschen was zu tun, wenn wir das Rennen gewinnen wollen... Und das wollen wir doch, oder nicht?" Tan sah ihn nur weiterhin grimmig an, dann wanderte sein Blick zu Throx. Er kann ihn echt nicht ausstehen..., dachte Gavik kopfschüttelnd. "Komm jetzt, vergiss doch einmal deine Abneigung ihm gegenüber..." Der Nautolaner schnaubte bloß abschätzend, dann stieß er sich von der Wand ab. "Pfff... Ja, was solls... Gen'Dai? Wo soll ich anfangen?" Gavik schaute zu dem am Boden hockenden Gen'Dai. "Bist du soweit?" Der Blick des Jedi war erwartungsvoll...

  • Throx hockte zwischen den einzelnen Teilen des Stapels "sinnvoll" und arbeitete an seiner Skizze, um eine ungefähre Vorstellung vom fertigen Renner zu erhalten. Auf Tan`s Frage antwortete er: Am besten fängst du erst mal an eine sichere Überbrückung des Bordcomputers mitsamt der Elektronik aufzubauen! Er freute sich ein wenig, als er den zweifelnden Blick des Nautolaners sah. Throx stand auf und schraubte eine kleine Platte unter dem Amaturenbrett des Pods ab und steckte ein paar Kabel um. Zu Gavik gedreht sagte er: Tut mir leid, aber hier steht ihr mir fast nur im Weg rum... Würde es euch was ausmachen, wenn ihr euch um Sachen kümmert, wie zum Beispiel Essen? Im Notfall könnt ihr ein paar meiner Credits nehmen. Wenn ihr losgeht denkt bitte auch an Nexo, okay? Er drehte sich wieder der Maschine zu und schraubte ein wenig an den Triebwerken. Das Licht, welches in die Garage fiel, reichte Throx vollkommen aus. Er kannte die Maschine so gut, vermutlich würde er sie auch mit verbundenen Augen auseinander schrauben können...

  • " ... es war nur ein Streifschuss.", murmelte er leise zu sich selbst.
    Rycu sah beruhigt auf seine rechte Schulter nachdem der Medi-Droide seinen Gesundheitsbericht beendet hatte, dem er mit recht wenig Interesse zugehört hatte. Er stand auf und schaute sich in der Krankenstation um. Ein Wunder das man diesen Ort überhaupt "Krankenstation" nannte. Sie bestand nur aus sechs uralten, verrosteten Liegen, teilweise mit den Körperflüssigkeiten voriger Patienten bedeckt, einem, im Vergleich zum Rest, überaschend sauberen Bactatank, undefinierbaren Operationswerkzeugen, welche man auch gut als Folterwerkzeuge einstufen konnte und natürlich dem Medi-Droiden. Man erwartete hier anscheinend nicht, das jemand von seinen Aufträgen lebend zurückkehrte und wenn, dann sollte er hier zu Grunde gehen. Er zog sich sein Oberteil, welches an der Streifstelle verbrannt war, über, legte seine rot-weiße mandalorianische Rüstung an und steckte seinen Blaster in den Holster. Wie hatte sie es nur geschafft, so einen Schuss zu landen? Direkt zwischen die Rüstung hindurch ... hätte er sich nicht bewegt wäre es wahrscheinlich kein einfacher Streifschuss mehr gewesen. Rycu schüttelte den Kopf und versuchte die Gedanken abzuschütteln. Ist ja auch egal, das sie es getan hat zählt. Er schritt aus der Station in den Korridor und lief Richtung Gefängniszellen. "Mal schauen ob sie mit dem Service hier zufrieden ist ..."


    Er grinste.

  • Laura wachte auf, doch konnte sie ihre Augen nicht öffnen. Sie spürte ihren Körper nicht, dabei erwartete sie Schmerz und Qual. Sie war erschöpft keine Frage und das obwohl sie gerade geschlafen hatte. Sie hatte sogar das Gefühl sie hatte seit dem Zwischenfall mit dem Zabrak monatelang still geschlafen, (*zwinker*) doch das Mädchen war sich bewusst, dass sie nicht nur da gelegen hatte.


    Trug sie eigentlich Sachen? Sie griff schnell zu ihrer Brust und merkte schnell, dass sie weiterhin die Sachen trug, mit denen sie hergekommen war, diese waren jedoch kaputt. Sie öffnete die Augen und ein greller Lichtblitz schoss durch ihr Auge hinein in ihren Sehnerv. Nein, es war nicht hell geworden, sie lag weiterhin in einer dunklen Zelle, denn der weiße Lichtblitz war eine Nebenerscheinung vom Nachlassen der Betäubungsmittel. Es war ihr, als ob ihr Körper schreien wollte, sich winden wollte, doch sie bewegte sich keinen Millimeter. War das der Tod, erlebte sie gerade die Hölle?


    Nein.
    Sie versuchte aufzustehen, doch es ging nicht. Verzweiflung machte sich in ihr breit und sie schloss erneut ihre Augen. Sekunden fühlten sich an wie Stunden, als sie ihre Gedanken und all ihre Kraft auf ihre Beine lenkte. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass ihr Wille stark war, doch dies war die wohl größte Hürde, die sie jemals zu erklimmen hatte...
    Doch plötzlich, ganz langsam, richtete Laura sich auf und noch viel langsamer setzte sie ihre Füße auf den Boden. Ihre Augen blitzten erneut auf, doch das Bild blieb weiß, jetzt war es tatsächlich Licht. Ihre Beine gaben nach, sie sank zu Boden und brach schließlich zusammen, als sie hörte, wie sich die Tür geöffnet hatte. Ein Mann mit schwarzen fettigen Haaren und einem weißen Kittel näherte sich ihr mit schnellen Schritten und murmelte, dass dies doch gar nicht möglich sei. Laura spürte, wie ihr Körper komplett schlapp machte und sie langsam in ihr Unterbewusstsein zurückdriftete. Eins konnte sie jedoch erkennen - eine allzu vertraute mandalorianische Rüstung.

  • "Ähhh, hat uns der Gen'Dai gerade aufgetragen, seine Einkäufe zu erledigen?", fragte Tan missmutig, während er und Gavik hinüber zur Werkstatt schlenderten. "Sieht ganz danach aus... Aber wenn wir ihm so am ehesten helfen können, sollten wir es tun... Auch wenn ich eigentlich keine Lust habe, heute noch einmal rauszugehen...", entgegnete Gavik niedergeschlagen und zuckte mit den Schultern. Als die beiden den Wohnraum der Werkstatt betraten und die Treppe hinaufstiegen, um ihre Ausrüstung und ein paar Credits zu holen, streckte Gavik seine Machtsinne aus. Schnell fand er die Präsenz, die er gesucht hatte. Nexo, das Katarn von Throx, saß irgendwo ein Stockwerk über ihnen. Während Tan ihre Sachen zusammensuchte versuchte Gavik, das Tier durch die Macht zu sich zu rufen. Er hatte schnell Erfolg, obwohl er zuvor noch nie mit Tieren gearbeitet hatte. Das Katarn war sehr empfänglich für neurale Stimulationen durch die Macht, das erkannte Gavik sofort. Wenige Sekunden später erschien Nexo an einer Luke in der Decke des Raumes und sprang elegant hinab. Tan, der inzwischen seine Vorbereitungen abgeschlossen hatte, blickte das Tier aufmerksam an. "Wie ist es dort hoch gekommen?", fragte der Nautolaner interessiert, "Hier ist weder eine Leiter, noch ist die Luke in der Nähe einer Wand..." Gavik blickte seinen Freund an und bemerkte ein fasziniertes Funkeln in Tans Augen. Da hat er ja doch noch etwas gefunden, was ihn begeistert..., dachte Gavik amüsiert und begann zu schmunzeln. "Die Frage kann ich dir leider auch nicht beantworten... Aber komm, lass uns aufbrechen!" Der Nautolaner nickte und sie verließen zu dritt die Werkstatt des Gen'Dai. Der erneute Weg in die Innenstadt Anchorheads war weniger beschwerlich. Es war kühler geworden, es gab keine Kopfgeldjäger oder Diebstähle und Gavik konnte sich mit Tan unterhalten. Während der junge Jedi in einem kleinen Lebensmittelgeschäft die Vorräte kaufte, welche auf einer schnell gekritzelten Liste vom Esstisch der Werkstatt standen, suchten Tan und Nexo draußen etwas, was dem Katarn schmecken würde. Mit Ausnahme von Passanten natürlich... Gavik grinste leise in sich hinein. Die beiden verstanden sich wirklich fabelhaft. Tan konnte vergleichsweise gut mit Tieren umgehen, das musste man ihm lassen. Schon kurze Zeit später waren die Lebensmittel verstaut und Gavik gesellte sich wieder zu seinen Kameraden. Tan lehnte mit einer Tüte in der Hand an der schattigsten Seite des Hauses, während Nexo auf einer seltsam aussehenden kleinen Amphibie herumkaute. Der Nautolaner grinste: "Ich konnte gar nicht so schnell reagieren, wie der Katarn sich auf seine Beute stürzte. Der Standbesitzer war wenig begeistert... Um es vorsichtig auszudrücken... Also habe ich die kleinen Viecher gekauft... Damit hätten wir unsere heutige Aufgabe auch erledigt..." "Ging ja wirklich schnell...", lächelte Gavik und die Gruppe machte sich auf den Rückweg zur Werkstatt. Dort angelangt verschwand Nexo sofort wieder irgendwo nach oben, doch weder er noch Tan schenkten ihm weitere Beachtung. Ein kurzer Blick nach draußen zeigte Gavik, dass Throx immer noch dabei war, an seinem Podrenner zu schrauben. In diesem Moment tippte ihm Tan auf die Schulter. Der Nautolaner hatte sein Hemd ausgezogen und demonstrierte somit seinen durchtrainierten Oberkörper. In seinen Händen hielt er die Griffe seiner Lichtschwerter. "Lust auf etwas Übung? So wie in den alten Zeiten?", fragte er. Gavik zögerte einen Moment, dann nickte er. Er knöpfte ebenfalls sein Oberhemd auf und warf es auf die Bank neben dem Esstisch. Er brauchte sich nicht verstecken. Er war genauso muskulös und durchtrainiert wie Tan. Der Nautolaner nickte anerkennend. "Warst wohl im Fitnessstudio, was?", fragte er spöttisch. "Schwing keine langen Reden!", erwiderte Gavik grinsend und nahm sein Lichtschwert vom Gürtel, "Lass uns anfangen!" Die beiden traten hinaus auf den Hof und nahmen Kampfhaltung ein. "Ich werde dich nicht schonen... Ich werde dich zwar nicht schwer verletzten, aber auch nicht schonen..." "Ich wäre enttäuscht, wenn doch!" Die Klingen der beiden Jedi erwachten zum Leben und sie sprangen aufeinander zu. Sie ließen Hieb um Hieb aufeinander niederprasseln, doch der andere schaffte es immer sein Lichtschwert zwischen sich und den Angriff zu bringen. Trotz Tans eindeutigem Vorteil der zwei Klingen schaffte es Gavik, nicht übermäßig an Boden zu verlieren. Egal wie erbittert die beiden versuchten Lücken in der Defensive des Gegenübers zu finden, keiner von beiden konnte einen klaren Vorteil erlangen. Der Kampf endete, als Gavik mit einem gezieltem Tritt eines der beiden Lichtschwerter Tans fortschleuderte und in der Drehung seinen finalen Hieb setzen wollte. Doch in der Bewegung stoppte der junge Jedi. Seine bronzefarbene Klinge befand sich nur wenige Zentimeter vor Tans Brust, doch auch das Lichtschwert des Nautolaners verharrte nur kurz vor seinem Oberkörper. "Ich würde sagen, das ist ein Unentschieden...", stellte Gavik fest. "Ja...", keuchte Tan und beide sanken mit deaktivierten Waffen auf den staubigen Grund des Hofes. "Das war gut... Du bist verdammt schnell", entgegnete der Nautolaner anerkennend. "Du nicht weniger... Dein neuer Stil ist echt verflucht übel... Ich dachte mehr als einmal, dass es vorbei gewesen wäre...", ächzte Gavik und reichte seinem Freund die Hand. Die Zwillingssonnen gingen bereits am Horizont unter. Tan schlug ein und klopfte Gavik auf die Schulter. "Lass uns das irgenwann einmal wiederholen..." "Jederzeit mein Freund, jederzeit..." Erschöpft saßen die beiden auf dem Boden und ließen die letzten Strahlen der Sonne ihre Haut wärmen, den traumhaften Sonnenuntergang Tatooines beobachtend...

  • Rycu kratzte sich an seinem ungepflegten Bart und schaute in die dunkle Zelle, hinter ihm lief Sal, der einzige erwähnbare Wissenschaftler auf dieser Station, angespannt hin und her.
    Er war nicht gerade die Art von Person die man an solch einem Ort erwarten würde und die ständige Anspannung merkte man ihm an.
    "Und was soll nicht möglich sein?" fragte Rycu seinen Gesellen harsch, ohne den Blick von der düsteren Zelle abzuwenden.
    Sal stammelte nur irgendetwas vor sich hin und verschwand anschließend rasch durch die Tür und raus in den Korridor. Eine Antwort kam nicht.
    "Vielen Dank auch ..." schrie Rycu ihm hinterher als die Tür sich schloss und zuckte mit seinen Schultern. Dann muss er eben selbst nachsehen, kein Problem.
    Er trat direkt vor die Zellentür ... versuchte zu erkennen wo Laura lag. Er kniff seine Augen zusammen und konzentrierte sich auf die Dunkelheit ... er hörte nur ein leises und kurzes Atmen, doch sehen tat er nichts.
    Rycu wandte sich abrupt von der Zelle ab, eilte zur Türkonsole des Raums und verriegelte die Tür. Warum wusste er selbst nicht.
    Zur Sicherheit? Zum Schutz? Von was?
    Er drehte sich blitzschnell wieder um und hielt direkt vor der Zelle, seinen Blaster gezogen.
    "Was machst du hier verdammt nochmal?!" fing er an in die Zelle zu brüllen. "Und sag mir nicht, du willst deine Schulden begleichen, du hattest keinen einzigen Credit dabei!" Er wartete auf eine Antwort ...

  • Laura schwamm in einem Nebel. Ihre Sinne waren wie betäubt, sie konnte ihre Umgebung nur erahnen, vor allem, nachdem das Licht in der Zelle wieder erloschen war. Sie konnte sich immernoch nicht bewegen und atmete tief. Sie war besorgt, dass sie in dieser Situation nicht einschätzen konnte, was passieren würde.


    Plötzlich fing Rycu an zu sprechen und der Nebel in ihrem Gehirn lichtete sich schlagartig. Sie war in der Situation gefangen, bereit zu reagieren, doch ihr Körper machte immernoch nicht mit und weiterhin war ihr Gefühl sehr verschwommen, was an den Ysalamiri lag, die im tiefsten Inneren des Komplexes versteckt waren. Sie hörte seine Worte, doch reagierte nur bedingt auf deren Inhalt. Sie musste in dieser Situation vorsichtig sein und erneut strengte sie ihre Gedanken an, die Kontrolle über ihre Beine zurück zu erlangen. Sie und Rycu waren nicht in Liebe auseinander gegangen und sie wusste nicht mehr, ob sie ihm vertrauen konnte, oder nicht. Doch es misslang. Vorerst.
    "Ich war gekommen, um" sie holte Luft. Reden fiel ihr schwer und es war viel mehr ein Wispern, als ein Reden, doch in der stillen dunklen Zelle, konnte man jedes Wort verstehen. "mich aus meiner Schuld zu kämpfen. Ich zählte die Wachen, ich merkte mir den Aufbau der Anlage, ich war darauf gewappnet zu kämpfen, doch dann sah ich dich und reagierte aus purer Wut unüberlegt." Verdammt, sie hatte ihren gesamten Plan offenbart, obwohl sie ihm nicht vertrauen konnte. Sie schien mental geschwächt zu sein, doch die Situation war sowieso klar. Ein Wunder, dass man sie nicht getötet hatte.
    "Ich nehme an, du bist gekommen, um mir meine Strafe zuzufügen, du elender Diener. Los, tu dir keinen Zwang an und erfülle die Wünsche des Zabrak." Sie war kurz vor einem Zusammenbruch und es fiel ihr schwer die Fassung zu behalten und nicht aus Verzweiflung zu weinen.


    Sie strengte sich an, um nicht das Wichtigste an ihrem Plan zu vergessen. Der Macht sei Dank, hatte sie dies nicht vergessen, doch ob sie flüchten konnte, war unklar. Wenn sie nicht sterben würde, müsse sie diese Zahl jedoch ständig im Kopf behalten, um nicht einen unerwarteten Tod zu sterben.
    Zweiunddreißig.

  • Throx sah den beiden Jedi nach, bis sie um die Ecke bogen. Ein wenig
    später hörte er das Tor zugehen. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn
    und nahm sich wieder sein Werkzeug vor. Die Teile, die keinen Nutzen
    hatten, legte er beiseite und deckte sie ab, um sie vor Staub zu bewahren.
    Am Pod selbst fing er an einige Platten zu lösen und verschiedene Kabel
    abzuklemmen, um sie mit einigen der Teile des Antriebs des Jägers neu
    zu verbinden. Die Turbinen kalibrierte er neu, und auch den Bordcomputer
    stellte er um. So ging der Nachmittag schnell vorbei und nach dem
    anbringen der letzten Platten hörte er die Jedi zurückkehren.
    So zog er noch mal die Schrauben nach, damit der Pod auch bei ohen Geschwindigkeiten nicht auseinanderbrechen würde. Plötzlich hörte er ein Rumpeln. Er ging an das
    Haupttor seiner Unterkunft. Ein Schlitz in der Wand, der Frischluft
    hinein lassen sollte, diente ihm als Guckloch. Er sah die beiden Jedis
    sich gegenüberstehen und ihre Schwerter auf einander prallen. Er
    erschrak, doch dann wurde ihm klar, dass die beiden sich nicht
    gegenseitig töten würden. Beeindruckt ging er in die Garage, in der er
    fand, was er gesucht hatte: ein gut 1,5 Meter langes Metallrohr. Er ging
    zurück und lugte wieder durch den Spalt. Einige Bewegungen wiederholten
    sich und langsam erkannte er eine systematische Abfolge in dem
    Gewirbel. Er trat zurück und versuchte diese Bewegungen nachzuahmen. Die
    Stange verschmolz immermehr mit seinem Arm und die Bewegungen fühlten
    sich immer "richtiger" für ihn an. Doch regelmäßig schaute er immer
    wieder durch den Spalt, um neue Bewegungen abzugucken oder schon
    bekannte zu verfeinern. Als er sah, wie die Jedi sich in den Staub
    fielen ließen, legte er die Stange wieder weg. Schnell schritt er wieder
    zurück in die Garage, in der Hoffnung, dass die Jedi ihn nicht bemerkt
    hatten. Auf dem Pod erwartete ihn Nexo schon, und gurrte, als er ihn
    sah. Oh, was ist denn das? Der Katarn hatte
    etwas im Maul, was er jedoch vor die Füße des Gen`Dais fallen ließ. Es
    war ein Bein einer kleinen Amphibie. Throx lächelte und hob das Bein
    auf, um es kurz darauf Nexo zuzuwerfen, welcher es auffing und mit einem
    Happen verschlang. Er setzte sich auf eine Bank in seiner Werkstatt und
    sah in den Himmel über ihn: die Sonnen, welche für die andauernden hohen
    Temperaturen verantwortlich waren, gingen langsam unter und Throx
    atmete tief durch. Der Katarn sprang neben ihn auf die Bank und rollte
    sich da zusammen. Throx striff über den Rücken der Eidechse und lächelte
    zufrieden. Langsam wurde es nun doch dunkel und Throx ging zu den beiden Jedi, die mittlerweile wieder ihre Oberteile anhatten. Hey, der Renner ist fertig. War echt eine Mordsarbeit. Morgen müssen wir dann das fahren üben, okay? Gavik stimmte ihm nickend zu und Throx, welcher mittlerweile Hundemüde war ging in sein Schlafzimmer. Das wird morgen echt schwierig werden, vorallem, da übermorgen schon das Rennen ist...Mit diesem Gedanken fiel er in einen tiefen Schlaf...

  • Gavik schlug die Augen auf, als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster der Werkstatt fielen. Es war eine kurze und unruhige Nacht für ihn gewesen. Obwohl sie gestern Abend erschöpft und zeitig zu Bett gegangen waren, nachdem Throx ihnen mitgeteilt hatte, dass der Podrenner nun einsatzbereit wäre, lag Gavik noch mehrere Stunden wach. Auch wenn er wusste, dass Müdigkeit ihm beim Fahren eines Pods das Leben kosten konnte, ließen ihn die Gedanken über die letzten Tage nicht los. Der Tod von Meister Ghaudan, Lauras Verschwinden und die Auseinandersetzung in der Gasse beschäftigten ihn. Doch genug hiervon..., dachte Gavik und setzte sich auf. Sein Blick schweifte durch den Raum, doch nichts erregte seine Aufmerksamkeit. Tan lag noch immer mit verschränkten Armen auf seiner Decke und ein leises Schnarchen drang von ihm hinüber. Gavik musste unweigerlich grinsen. Der junge Jedi stand auf und zog sich an. Er legte wieder nur eine lockere Variante seiner Kleidung an, bestehend aus Hemd, Hose und Stiefeln. Dann lief er leise die Treppe hinunter in den Wohnraum der Werkstatt, um sich ein wenig Obst aus der Schale auf dem Esstisch zu nehmen. Throx erwartete ihn bereits. "Morgen...", grüßte ihnder Gen'Dai, "Bist du bereit für etwas Fahrtraining?" Gavik nickte, während er auf einer saftigen Frucht herumkaute. "Gut! Dann beeil dich, du brauchst keine Extra-Ausrüstung... Handschuhe und Helm habe ich beim Podrenner! Ich warte dort auf dich..." Der junge Jedi beeilte sich, sein Frühstück hinunterzuschlucken und Throx zu folgen. An der Garage angelangt präsentierte ihm dieser Stolz sein modifiziertes Meisterwerk. Gavik nickte anerkennend und legte fragend den Kopf schief. Der Gen'Dai lachte. "Ich erspar dir die technischen Details vorerst... Wir sollten lieber mit dem Üben beginnen!" Throx griff ins Cockpit des Renners und warf Gavik einen schwarzen Helm mit dunklem Visor zu. "Hier, setz den auf. Er passt sogar zum Design des Pods..." Gavik tat, wie ihm befohlen wurde, ließ den Visor jedoch noch oben, und setzte sich auf eine bemutigende Geste des Gen'Dais in den Podrenner. Er blickte auf eine Masse fremdartiger Amaturen. "Ähhh... Was soll ich tun?", fragte er etwas hilflos seinen neuen Freund, "Ich kann zwar einige Funktionen erahnen, aber bis jetzt bin ich nur Sternenjäger und Luftgleiter geflogen" Throx kam zu ihm hinüber und schaute ins Cockpit, während Gavik sich die ebenfalls schwarzen Pilotenhandschuhe anzog. "Prinzipiell ganz einfach...", sagte er und begann mit seiner Erklärung...

  • Wir haben das Thema ja schon angesprochen. Du hast links und rechts von dir zwei Hebel. Schau: da und da. Das sind die Gashebel. Wenn du beide nach vorn drückst fährst du vorwärts. Wenn du den rechten nach vorne drückst und den linken ruhen lässt, fährst du eine Linkskurve. Wenn du allerdings den rechten nach vorne drückst und den linken an dich ranziehst, drehst du dich auf der Stelle. Andersrum natürlich genauso. Ach und wenn du beide Hebel nach hinten ziehst, bremst du und kannst sogar rückwerts fahren. Im Grunde wie Panzer fahren. Throx lächelte Gavik ermutigend an. Du siehst ebenfalls jeweils einen kleinen Regler an den Gashebeln. Wenn du ihn nach oben schiebst lenkst du die oberen beiden Turbinen, wenn du ihn nach unten schiebst, die unteren Beiden. Die vier Turbinen synchronisierst du, indem du den Regler in die Mitte schiebst. Im Grunde Simpel. Throx drückte einen Knopf auf den Amaturen, woraufhin der Bordcomputer anging. Das orangene leuchten passte gut zum Renner und er hatte lange suchen müssen, um orangene Leuchtdioden zu finden, die kompatibel mit dem Renner waren. Diese Anzeigen geben die wichtigsten Werte an. Dieser Pod ist als Anfängermodell aufgebaut, weshalb der komplizierte SchnickSchnack zur Selbstkalibrierung und ähnlichem weggelassen wurde. Also das in der Mitte ist der Tacho, der dir die momentane Geschwindigkeit anzeigt. Daneben kannst du die momentane Temperatur der Triebwerke ablesen. Das ist wichtig, vorallem, da wir den Renner mehr oder weniger illegal modifiziert haben. Spätestens, wenn der Kühler brennt, solltest du anhalten. Throx lachte herzhaft, doch Gavik schien ein wenig blass zu werden. Auf der anderen Seite kannst du das Luft/Treibstoffgemisch ablesen. Ab einem bestimmten Mischverhältnis musst du entweder manuell nachspritzen oder die Zufuhr von Treibstoff kurzzeitig unterbrechen, der Bordcomputer wird dich schon drauf aufmerksam machen. Da drüber ist das Pyrometer abgebildet, welches die Vor- und die Hauptbrennkammer anzeigt. Und auf dem Bildschirm siehst du, wie viel Treibstoff du noch im Tank hast. Das große Ruder hinter dir sorgt für eine bessere Lenkung und du wirst auch, trotz der Modifikationen, nicht der Schnellste sein, dafür sind deine Bremsen besser. Versuche das zu Nutzen! Also dann, viel Glück.
    Throx ging zwei Schritte zurück, nachdem er den Motor angeschaltet hatte. Ein kleines Headset, welches er sich aufsetzte stellte eine Verbindung mit dem Helm her, den Gavik aufhatte. Check...Kannst du mich hören? Gavik nickte. Gut. Versuch erst mal langsam anzufahren. Halt! Langsam! Schon besser...ja...Vorsicht...gut so...
    So ging es ein paar Stunden lang, doch schließlich gelang es Gavik das Gefährt unter Kontrolle zu bekommen. Wunderbar. Jetzt komm in die Ausgangsposition zurück und schalte den Motor aus. Der Motor verstummte und Throx nahm das Headset ab. Zu Gavik meinte er: Wart mal kurz hier. Der Tank ist fast alle. Ich hol neuen Sprit.
    Throx drehte sich um und ging in die Garage. Mittlerweile war aus dem kühlen Frisch des Morgens die sengennde Hitze des Mittags geworden. In der Garage angekommen griff er nach den ersten vollen Kanistern, als plötzlich hinter ihm was umfiel. Es war ein Stapel Pylonen. Nexo hatte sie umgeschmissen und schaute Throx fordernd an. Ich kann nicht dir mit spielen, ich muss Gavik doch... Throx lächelte und nahm auch diese mit. Zurück auf dem Platz angekommen nahm er einen der zwei Kanister und füllte mit ihm den Tank neu auf. Dann nahm er die Pylonen und baute einen kleinen Slalomkurs für Gavik auf. So versuchs jetzt noch mal. Versuch möglichst wenige Pylonen umzuwerfen. Der Motor grölte wieder und Throx setzte sein Headset auf...


    ...Mittlerweile war es schon wieder spät geworden und Gavik beherrschte die Maschine wirklich gut. Throx hätte auch gern ein paar Runden gedreht, doch was zu klein war, war zu klein. Er hatte dafür nach dem Slalomkurs verschiedene andere Formationen aufgebaut, in denen Gavik hindurchfahren musste. Es war wirklich schwierig gewesen, doch nun war Gavik soweit. Der Gen`Dai wischte sich den Schweiss von der Stirn. Der Jedi hielt wieder vor Throx an und der Motor ging aus...

  • Reven überlegte hastisch was er tun sollte! Es hörte sich nicht nach allzuvielen Wachen an, aber es waren sicher genug um ihm ernsthafte Schwierigkeiten zu bereiten.
    Er schätzete seine Chanzen ab und kam zu dem Schluss, dass er es versuchen musste. Mit einer flüssigen, durch jahrelange Erfahung geschulten Bewegung, zog er eine Blendgranate und warf sie genau in dem Moment indem die Wachen das Zimmer stürmten! Sie schien für ihn fast langsam, wie in Zeitlupe zu fliegen, aber er wusste genau, dass es sehr schnell ging. Nur Sekundenbruchteile vor der Explosion schluss er das Vesier und wante sich ab! Dann hörte er die Explosion, die von den schmerzerfüllten Schreien begleitet wurde!
    Sobal sich sein Visier wieder geöffnet hatte stürmte er mit aus seinem Unterarmen ausgefahrenen Vibroklingen auf die kurzzeitig erblindeten Wachen zu! Er machte sich nicht die
    Mühe sie umzubringen, für sie würde niemand auch nur einen Credit zahlen, sondern stürmte direkt auf den Gang, wo er den ebenfalls erblindeten Senator Gerdsaef Rghedg erwartete.
    Als er jedoch auf dem Gang sich nach dem Senator sah er nicht das geringste was er erwartet hatte! Dieser rannte panisch mit einigem Abstand von ihm weg und warf dabei wahllos Leute um. In Gedanken fluchte Revan schon wieder, warum war Gerdsaef nicht blin? ihm fiel keine Antwort auf diese Frage ein. Er stürze dem Senator hinterher und nahm dabei sogar nochweniger rücksicht auf die Leute die sich im Gang befanden. Währenddessen viel ihm auf das der Rhgeenner nich planlos umherrante um nur so weit wie möglich von ihm wegzukommen, sondern zielstrebig auf den Senatsraumhafen zuhielt.
    Aber das würde er verhindern, er würde ihm nicht nocheinmal entkommen! Reven zog seinen Kopfgeldjägerblaseter und zielte auf Rghedgs Rücken und schoss, aber derSchuss verfehlte ihn und schlug statdessen harmlos in die Wand ein. Daraufhin ließ er dies bleiben und probierte stattdessen sein Tempo nochmehr zu erhöhen, was ihn aber nicht sehr viel näher an sein Opfer brachte.
    Sobald er den Ausgang zum Raumhafen sah überlegte er nicht lange und schoss einfach eine Rakete aud die Türe ab ...

  • Intuitiver, als ich vermutet hätte..., dachte Gavik, während er den gewaltigen Podrenner über die Ebene vor Anchorhead steuerte. Es waren bereits ein oder zwei Stunden vergangen, in welchen Throx ihn in die Grundlagen des gefährlichen Rennsportes eingewiesen hatte. Die gesamte Konstruktion des Pods faszinierte Gavik ungemein. Bei jeder Kurve und jedem Manöver bewegten sich die vier gewaltigen Triebwerke in so präzisem, so perfektem Einklang, dass er sich fragte, ob die Energiekupplungen eigentlich doch starre Gebilde aus fester Materie waren. Der junge Jedi bewegte den rechten Schubregler langsam nach vorne und der Renner zog in eine immer schärfer werdende Linkskurve. "Du machst deine Sache wirklich gut! Probieren wir es noch mit einem komplizierterem Manöver... Versuche einen 360° Drift hinzubekommen! Du weißt nie, wann du ein solches Manöver mal benötigen könntest... Wie du das machst überlasse ich dir..." Gavik überlegte nicht lange und schob die Schubhebel auf gerader Strecke bis zum Anschlag nach vorne. Dann riss er den linken Hebel plötzlich zurück und ließ das Gefährt eine scharfe Kurve fahren. Mithilfe des Heckruders ließ er das Cockpit des Renners ausbrechen, welches durch die hohe Geschwindigkeit um die Turbinen katapultiert wurde. Kurz bevor er eine volle Umdrehung erreichte gab Gavik wieder Schub auf die beiden linken Turbinen und schoss geradeaus über die Ebene. "Wunderbar! Jetzt komm in die Ausgangsposition zurück und schalte den Motor aus!" Gavik gehorchte und ließ den Pod direkt vor Throx zum stehen kommen. Verschwitzt klappte er das Visier seines Helmes hoch. "Wart mal kurz hier, der Tank ist fast alle. Ich hol neuen Sprit.", sagte der Gen'Dai und verschwand in seiner Werkstatt. Wenige Minuten später kehrte er mit einigen Kanistern Benzin und einem Stapel Pylonen zurück. Nachdem er den Tank neu aufgefüllt und die Pylonen zu einem Slalomkurs aufgebaut hatte, sah Throx Gavik mit einem auffordernden Blick an. "So versuchs jetzt noch mal... Und probiere möglichst wenige Pylonen umzuwerfen!" Gavik nickte und warf die Motoren an. Ohne den Schutze seines Helmes wäre er wohl taub geworden, als die Triebwerke starteten. Der junge Jedi klappte das Helmvisier wieder zu und drückte die Schubhebel nach vorn. So gekonnt wie möglich jagte er den Podrenner um die engen Kurven des Slalomkurses, während Throx ihm weitere Anweisungen über das Helm-Komlink gab. "Gut, wenn du so weitermachst könntest du es morgen sogar schaffen, nicht als letzter ins Ziel zu kommen!" "Na danke..." "Ich bleibe realistisch... Lass uns noch ein paar weitere Kurse testen, dann sollte es für heute genug sein, OK?" "Roger!" Throx sammelte die Pylonen wieder ein und stellte sie schnell zu einer neuen Formation auf, während Gavik hinaus auf die Ebene fuhr, um zu wenden. Zeig mir, was du kannst..., dachte der junge Jedi und raste auf die noch engeren und anspruchsvolleren Kurven zu...


    "Es reicht... Komm zurück zu Garage, für heute ist Schluss... Wir sollten es nicht übertreiben..." Gavik kam der Bitte des Gen'Dai nach und lenkte den Podrenner zurück auf den Hof der Werkstatt. Inzwischen war es bereits dunkel geworden und nur ein rötlicher Lichtschein am Horizont spendete noch etwas Licht. Müde sprang er aus dem Cockpit und nahm den Helm vom Kopf. Throx klopfte ihm auf die Schulter. "Du hast deine Sache wirklich gut gemacht... Du solltest dich jetzt ausruhen und schlafen... Ich kümmere mich um den Renner und die Organisation unserer morgigen Reise nach Mos Espa, also mach dir darüber keine Gedanken..." Gavik nickte erschöpft und ging zurück in die Werkstatt. An der Tür traf er auf Tan, welcher das Training seines Freundes aufmerksam beobachtet hatte. "Das war... beeindruckend! Vielleicht habe ich doch noch Hoffnung, von diesem Planeten zu kommen!", sagte er schmunzelnd und stieß Gavik gegen den Arm. Dieser lächelte nur müde. "Ich hoffe...", erwiderte er, lief an Tan vorbei, die Treppe hinauf und ließ sich auf sein Lager fallen. Es dauerte nur wenige Sekunden, dann übermannte ihn der Schlaf...

  • Rycu ging gar nicht erst auf den letzten Satz von Laura ein und setzte mit finsterer Miene seine Befragung fort: ''Du dachtest also du könntest hier einfach so reinspazieren, deine Schulden mit einem rostigen Blaster begleichen und fröhlich, natürliche ohne irgendwelche Konsequenzen, wieder verschwinden?"
    Jetzt hörte er nur noch ein leises Jammern aus der Zelle. Er sah auf seinen Blaster den er die ganze Zeit über auf das hilflose Mädchen gerichtet hatte und hielt inne ... er schüttelte den Kopf und steckte ihn ein - vorerst. "Ich kann nicht glauben das du so naiv warst ..." Rycu drehte sich nun von der Zelle ab und verschränkte seine Arme. Wenn er sie sah war ihm meist nicht wohl ...
    Plötzlich drang ein kurzes Piepen aus seinem Komlink."Also gut! Die restlichen Fragen können wir uns sparen, fangen wir jetzt besser an."


    Er begab sich zur Ausgangstür, entriegelte sie und ging ein paar Schritte hinaus in den Korridor.
    Sal, gefolgt von zwei Wachen näherten sich ihm. "Hey Sal, da bist du ja wieder! rief er ihm entgegen."Ja, genau wie ER gesagt hat." brummte Sal als Antwort als er bei Rycu angekommen war und stellte gleichzeitig eine gefüllte alte Tasche direkt vor seinen Füßen ab. "Hier, das sollte ich dir mitbringen ... genauso wie die beiden Kerle hier."
    Rycu fing an zu grinsen. "Ich weiß schon. Danke Sal!" Dieser winkte ab und ging zurück an seinen Arbeitsplatz neben der Zelle. "Welch ein tolles Büro ich doch habe ... hörte man ihn nur leise murmeln. Rycu wendete sich nun den zwei Wachen zu und befahl ihnen, sich direkt neben der Tür zu positionieren ... so das natürlich keiner reinkam. Dann schnappte er sich die geheimnisvolle Tasche und warf sie in Lauras Zelle.


    Er wandte sich in Richtung Ausgang ... "Viel Glück." dann schloss sich die Tür mit einem lauten Zischen.

  • Zweiunddreißig.


    Zweiunddreißig Wachen hatte Laura angetroffen, zweiunddreißig Gegner waren es, die sich hier in diesem Komplex befanden. Waren es jetzt dreiunddreißig?
    Sie war sich nicht sicher, ob sie Rycu vertrauen konnte. Er wollte ihr womöglich helfen. Womöglich. Laura glaubte sich selbst nicht und fing an sich zu konzentrieren. Sie waren allein in der Zelle. Ihre Sehfähigkeit war eingeschränkt, sie musste lange ohnmächtig gewesen sein und nun lag sie auf dem Boden, immernoch nicht fähig sich zu bewegen, als ob sie sich weiterhin in diesem Nebel befinden würde.
    Sie schloss ihre Augen und konzentrierte sich, nahm ihr ganzes Gefühl, dieses Gefühl, dass sie zum Schlossknacken nutzte und suchte ein Lösung aus der Situation. Sie merkte wie etwas warmes ihre Beine durchflutete. Die Wirkung des Sedativums ließ nach, doch es reichte nicht.


    Das Mädchen war immernoch bewegungsunfähig und Rycu näherte sich ihr mit einer Tasche. Sie wusste nicht, was sich in dieser Tasche befand, doch so wie sie ihn gerade vor sich sah, hatte sie das Gefühl, könnte es nichts Gutes sein.


    Schlagartig lichtete sich der Nebel in ihrem Kopf und eine Lösung schoss ihr durch den Kopf.
    "Du hast mich nie wirklich geliebt, du hast mich nur ausgenutzt."
    Rycu hielt inne. Sie hatte sich Zeit erspielt, Zeit die sie brauchte, damit sie doch noch reagieren könnte, nur für den Fall, dass in der Tasche tatsächlich nichts Gutes war.
    Ein kleiner Teil von ihr hoffte jedoch, dass sie sich irrte, sie wollte nicht, dass er sie quälte. Doch ob es sich um Todesangst oder um Zuneigung handelte, konnte sie nichteinmal erahnen...

  • Gavik schaute aus dem Fenster des kleinen Frachtgleiters, während das Gefährt über die Dünen Tatooines flog. Er hatte trotz des bevorstehenden Rennens gut geschlafen und fühlte sich mehr als bereit. Der Podrenner ruhte im Laderaum des Gleiters, welchen Throx organisiert hatte. Gavik hatte keine Ahnung, was der Gen'Dai für Kontakte spielen ließ, um die Gruppe nach Mos Espa zu bringen. Und noch weniger verstand der junge Jedi, wie Throx es geschafft hatte, eine Startposition für Gavik zu bekommen. Er hatte auf seine Frage hin nur gelächelt und gesagt, sein alter Kontakt schuldete ihm schließlich noch einen Gefallen. Wahrscheinlich hatte es einiges an illegaler Bestechungsarbeit gekostet, einen der 18 Piloten durch Gavik zu ersetzen, doch darüber wollte er momentan nicht nachdenken. Am Horizont kamen bereits die ersten Gebäude der großen Siedlung in Sicht. "Mit wem werde ich es zu tun bekommen?", fragte Gavik Throx. Der Gen'Dai zuckte nur mit den Schultern: "Unterschiedlich... Auf jeden Fall mit Sebulba! Er ist der beste Podpilot den ich je gesehen habe und eigentlich bei jedem Rennen dabei... Eventuell werden auch Gasgano, Teemto Pagalies und Clegg Holdfast mit von der Partie sein. Meistens fahren beim Boonta-Eve-Classic immer dieselben Piloten, aber eine kleinere Anzahl variiert immer. Mars Guo wäre noch ein ernst zu nehmender Konkurrent, aber von dem weiß ich nicht, ob er mitfährt..." "Hmmm..." Gavik lehnte sich in seinem Sitz zurück. Inzwischen waren sie bereits mitten in Mos Espa. Throx hatte dem Beamten an der Zufahrtskontrolle ihre Papiere gezeigt und sie durften ohne weitere Fragen passieren. Nach wenigen Minuten, in welchen Gavik und Tan, welcher hinter ihm saß, mit geweiteten Augen die schlechten Umstände in der Siedlung feststellen mussten, landete Throx den Gleiter sicher vor der Pod-Arena.


    „Da wären wir!“, sagte der Gen’Dai, als die Gruppe aus dem Fahrzeug stieg und sich auf dem staubigen Platz vor der Arena umsah. „Wartet hier, ich treffe mich gleich mit einem alten Freund von mir, der uns mit den organisatorischen Dingen helfen wird…“. Mit diesen Worten entfernte sich der Gen’Dai. Tan und Gevik musterten die Umgebung. Es lungerten die verschiedensten Gestalten in den kleinen Seitengassen und schattigen Ecken herum, halb zerstörte Droiden bewegten sich unkoordiniert durch die Gegend und waghalsige Luftgleiterpiloten waren eine ständige Gefahr für die Besucher vor der Arena. Der perfekte Platz für so eine Veranstaltung, dachte Gavik und wandte sich ab. Tan schnaubte angewidert. „Ekelerregend, diese Gegend…“, murmelte er leise und sah zu, wie eine Gruppe Jawas einen Astromechdroiden mit einem Ionenblaster betäubten und wegschafften. In diesem Moment kehrte Throx mit einem alten, hochgewachsenen Cereaner zurück. „Darf ich vorstellen, Jo’or Tem-Khla!“ Der Cereaner nickte den beiden Jedi grüßend zu. „Er ist mein Kontaktmann in Mos Espa und einer der Leute, die bei der Organisation der Podrennen hier die Fäden in der Hand hält.“ „Seien sie gegrüßt!“, sagte Gavik und verbeugte sich leicht vor dem ehrwürdigen Mann, „Ich dachte immer, die Hutten würden die Podrennen veranstalten…“ „Das tun sie gewissermaßen auch…“, meldete sich der Tem-Khla zu Wort, „Die Hutten sind die Hauptsponsoren der Rennen hier auf Tatooine, doch die Organisation überlassen sie Leuten, die sich besser darauf verstehen…“ Ein wenig Spott war in dem Lächeln zu lesen, welches diese Worte begleitete. Throx setzte seine Erklärung fort: „Jo’or wird sich um unseren Renner und die Anmeldung kümmern. Bis zum Rennstart sind es nur noch 2 Stunden! Bis dahin sollten wir uns schon einmal in die Arena begeben…“ Tan und Gavik nickten. Throx wechselte noch ein paar Worte mit dem Cereaner, dann bedeutete er den beiden, ihm zu folgen. Sie betraten die Arena durch eine der kleinen Nebentüren. „Jo’or hat sich echt ins Zeug gelegt, um dir noch einen Platz im Rennen zu verschaffen.“, bemerkte der Throx, als sie durch die Gänge der Verwaltungsebene schritten, „Ich möchte echt nicht wissen, wie der arme Vogel reagiert hat, als man ihm in letzter Sekunde noch eine Absage für das Rennen erteilte…“ Gavik musste unweigerlich grinsen. In diesem Moment traten sie hinaus auf einen langen, wie ein Wehrgang aufgebauten Weg am unteren Ende der Tribünen. Diese waren noch so gut wie leer, da der Einlass für die Zuschauer erst in einer halben Stunde begann. Gavik schaute Throx an. Der Gen’Dai lächelte. „Lass dich nicht von den Zuschauermassen irritieren, OK? Du fährst dieses Rennen für dich, nicht für sie!“ Der junge Jedi schluckte, als er sich vorstellte, wie viele Personen auf diesen gewaltigen Tribünen Platz fanden. Throx klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. „Wir haben noch eine halbe Stunde, bis wir unten sein sollten… Kommt, ich zeige euch beiden noch den Rest der Arena!“ Froh, seine Gedanken etwas vom bevorstehenden Rennen ablenken zu können, verfolgte Gavik interessiert alle Erklärungen und Kommentare des Gen’Dai zu diversen Teilen der Pod-Arena. Throx war befand sich gerade mitten in einer ellenlangen Tirade über die unhygienischen Zustände in den sanitären Einrichtungen der Arena, als plötzlich ein lauter Glockenschlag verkündete, dass die Zuschauer nun auf die Tribünen gelassen wurden. Der Gen’Dai unterbrach seine Rede und blickte Gavik an. „Komm mit, wir sollten runter in die Garage gehen, bevor wir von einer sabbernden Meute Fans zerquetscht werden! Tan, du kannst entweder mitkommen oder dich weiter umsehen…“ Der Nautolaner überlegte kurz, sagte dann aber: „Ich werde hier bleiben um mir einen guten Platz zu sichern…“ „OK…“, sagte Throx, „Ich habe allerdings auch eine Schwebeloge für uns organisiert, solltest du keinen brauchbaren Platz finden…“ Tan nickte und wandte sich an Gavik. „Viel Glück! Und komm mir da ja lebend wieder raus, OK?“ Er klopfte seinem Freund auf die Schulter und verschwand dann in der Menge, welche nun langsam anfing die Tribüne zu bevölkern. „Dein Kumpel hat es nicht so mit Sentimentalität oder täusche ich mich?“ „Ja… Er hat an einigen Stellen so seine Schwierigkeiten…“ Throx zuckte nur mit den Schultern und führte Gavik nach unten in die Garage. In der großen Halle wartete zwischen den aufgereihten Podrennern der Teilnehmer auch Jo’or mit Throx Maschine auf die beiden. „Hier, ich habe den gesamten Papierkram erledigt…“, sagte der alte Cereaner und reichte Throx ein Datenpad. Erst jetzt fiel ihm auf, dass dieser, wenn auch im Vergleich zu Throx immer noch klein erscheinend, selbst für einen Cereaner ausgesprochen groß war. Gavik schätzte ihn auf etwa 2,30m. Der junge Jedi begann belustigt über den Gedanken, wie winzig er neben diesen beiden Gestalten wirken musste, zu schmunzeln und wandte sich dem Rest der Garage zu. Podrennerpiloten und Wartungsteams diverser Spezies sowie die verschiedensten Droiden gingen hier hektisch ihrer Arbeit nach. In diesem Moment trat Throx neben Gavik und schaute in die Runde. „Interessant…“, bemerkte er, „Ich hätte nicht mit dieser Auswahl an Piloten gerechnet… Jedenfalls nicht mit allen… Siehst du den Dug dort vorne? Neben dem riesigen Split-X-Renner? Das ist Sebulba, dein vermutlich härtester Konkurrent… Direkt neben ihm stehen Gasgano und Mars Guo, bekannte und ebenfalls erfolgreiche Fahrer… Mhhh, diesen Rodianer dort kenne ich nicht, aber auch der wird etwas auf dem Kasten haben, wenn er hier mitfährt! Dies solltest du dir merken: Unterschätze keinen der Fahrer! Auch nicht, wenn es ein 80 Zentimeter großer Aleena mit Namen Ratts Tyerell ist!“ Throx deutete auf die kleine Gestalt, welche am Podrenner direkt neben ihnen herumwerkelte. Gavik musterte seinen Konkurrenten. Er wollte es sich zwar nicht eingestehen, doch er hielt den anderen Piloten für wenig talentiert. Seine Machtaura vermitteltem ihm Nervosität und Furcht vor dem bevorstehenden Rennen. Zu seiner großen Überraschung war sein eigener Geist völlig klar und unbeeindruckt. Ein Vorteil für einen Anfänger, doch er befürchtete, dass sich dies noch ändern würde. Um sich jedoch nicht von diesen Gedanken beirren zu lassen, wandte sich Gavik wieder an Throx. „Was genau hat Jo’or getan, um mich in die Startaufstellung zu bekommen?“, fragte der junge Jedi. „Nicht viel…“, antwortete Throx und warf einen Blick auf das Datenpad, „Nur ein paar Kleinigkeiten… Disqualifizierung eines Rennfahrers durch das Aufdecken einer illegalen Modifikation an seinem Renner, Bestechung der restlichen Organisatoren, welche den Hutten unterstehen, um dich auf die Startliste zu setzen und die Fälschung der Dokumente, die die regelkonforme Überprüfung deines Renners beweisen… Denn sonst würden die mit uns das Gleiche machen, was Jo’or mit deinem Vorgänger anstellte. Und ich denke, das würde dich bei deiner Aufgabe ziemlich behindern…“ „Also… nehme ich illegal an diesem Rennen teil?“ „Ja. Aber mach dir nichts daraus, neunzig Prozent der anderen Piloten tun das auch… Sebulba eingeschlossen!“ „Wohl eher: Vor allem Sebulba!“ Gavik zuckte zusammen. Er hatte nicht bemerkt, wie Jo’or zurückgekommen war und sich hinter die beiden gestellt hatte. „Pssst! Nicht so laut, Jo’or! Wenn Sebulba dich hört, machst du dir einen mächtigen Feind! Und zerstörst Gaviks Chancen, dieses Rennen zu gewinnen…“, zischte Throx und wandte sich zu seinem Kontaktmann zu. „Wovor sollte ich mich fürchten? Ich habe hier die Fäden in der Hand! Was deinen Freund hier angeht… Ich denke eh nicht, dass seine Chancen wirklich gut stehen… Nicht einmal mit den Modifikationen an seinem Pod!“ „Du hast ihn noch nicht fahren sehen, Jo’or! Gavik hat mehr Talent als die Hälfte der anderen Piloten zusammen! Wenn jemand Sebulba schlagen kann, dann er!“ „Du setzt große Erwartungen in den jungen Jedi… Ich hoffe für euch beide, dass ihr nicht enttäuscht werdet…“ Mit diesen Worten drehte sich der Cereaner um und verließ die Garage. „Was… was sollte das jetzt?“, fragte Gavik sichtlich verwirrt. „Ach, vergiss Jo’or einfach… Er ist erfahren und hält nicht sonderlich viel von Anfängern… Er denkt, sein hohes Alter gäbe ihm einen Vorteil… Doch ich selbst bin alt genug, um zu wissen, dass dies nicht der Fall ist… Doch lass uns das für den Moment vergessen… Wir sollten uns noch schnell um den letzten Feinschliff am Renner kümmern. Das Rennen beginnt in zwanzig Minuten!“ Während die beiden die Einstellungen am Pod erneut kalibrierten, nahm die Hektik in der Garage immer weiter zu. Weitere Boxenteams, Mechaniker und Piloten eilten zu ihren Maschinen, um die Startvorbereitungen abzuschließen. Als das Chrono anfing, die letzten fünf Minuten bis zur Öffnung der Garagentore und dem damit verbundenen Rennstart herunterzuzählen, begann Throx damit, Gavik ein letztes Mal die geplante Vorgehensweise zu erläutern. „Ich werde die gesamte Zeit über dein Helmkomlink in Funkkontakt mit dir bleiben. Trotzdem sollten wir alles noch einmal durchsprechen. Die ganze Aktion wird folgendermaßen ablaufen: Wenn sich die Garagentore öffnen, wird ein Team von Jo’ors Leuten deinen Renner an den Start ziehen. Vermutlich wirst du eine der hinteren Positionen belegen, aber das ist vielleicht ganz gut so… Sebulba schafft sich seine härtesten Konkurrenten immer zu Beginn des Rennens vom Hals, aber dich kennt er nicht. Vielleicht gelingt es dir, ihn zu überraschen! Wie auch immer… Nachdem alle an ihren Positionen sind, werden die Kommentatoren… nun ja, eher DER Kommentator… die einzelnen Rennfahrer nennen, damit das Publikum weiß, wer heute fährt. Jeder Fahrer besitzt überdies eine Flagge, welche ein Fahnenträger während der Begrüßung hält. Du wirst heute unter meiner Flagge fahren und ich werde dein Flaggenträger sein. Sobald die Kommentatoren fertig sind und die Hutten ihr Grußwort an alle anwesenden gerichtet haben, wird die Bahn freigegeben. Die Flaggenträger verlassen die Strecke, ebenso alle Mechaniker und Droiden. Nun beginnt der eigentliche Start! Die Ampeln werden aktiviert und sobald sie auf grün springen, gibst du Gas! Wie im Training! Das Rennen hat insgesamt drei Runden, welche dich durch Canyons, Felslandschaften, Höhlen, die berühmte Dünenkurve mit den Lagern der Sandleute und kurz vor dem Ziel die Huttenebene, seit Anbeginn der Rennen ihr in Mos Espa der Ort, wo sich die härtesten Kämpfe geliefert werden… Das ist alles, was du wissen solltest. Achso, bevor ich es vergesse: Dieser komische Kauz dort drüben…“, der Gen’Dai zeigte auf einen Er‘Kit-Piloten, welcher mit einigen Droiden neben seinem Renner stand, „Der Kerl dort drüben, Ody Mandrell, ist bekannt für sein legendäres Boxendroiden-Team. Aber lass dich davon nicht irritieren: Boxenstopps sind zwar regelkonform, aber kaum jemand nutzt sie und dein Renner ist so ausgestattet, dass er die drei Runden ohne Probleme durchfahren kann. Sollte ein Problem so schwerwiegend sein, dass du in die Box müsstest, explodiert dein Renner wahrscheinlich schon lange vorher!“ Gaviks Augen weiteten sich. Throx räusperte sich. „War nur ein Scherz, Gavik…“, sagte er entschuldigend. Doch die Macht verriet Gavik, dass dies alles andere als ein Scherz war. Doch es gab kein Zurück mehr und der junge Jedi vertraute auf die Fähigkeiten des Gen’Dai. Der Renner würde nicht plötzlich in Flammen aufgehen, wenn er beschleunigte. Throx blickte auf sein Chrono. „Es wird Zeit!“, sagte er, „Die Tore müssten sich gleich öffnen!“ Wie um seine Aussage zu bestätigen ertönte ein Läuten und die schweren Garagentore schoben sich auseinander. Grelles Sonnenlicht fiel durch den immer größer werdenden Spalt und Staub wirbelte herein. „Es geht los!“, sagte Throx und klopfte Gavik auf die Schulter, „Viel Glück! Und… möge die Macht mit dir sein!“ „Danke… Das hoffe ich…“, entgegnete Gavik mit einem Nicken und trat neben seinem Podrenner hinaus in die Sonne Tatooines…